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Abdullah Öcalan
Gilgameschs Erben (I) (Buch - Vorwort von Ekkehard Sauermann, aus dem Türkischen von Oliver Kontny, 480 Seiten,br.)
Um die Frage beantworten zu können, warum das kurdische Volk zu allen Zeiten zum Spielball wechselnder Mächte im Mittleren Osten gemacht wurde, geht er zurück bis in die Anfänge der menschlichen Zivilisation. Er setzt sich dabei mit erstaunlichen Kontinuitäten politisch-ideologischer Macht wie auch befreienden Erneuerungen auseinander. Diese ziehen sich vom frühen sumerischen Priesterstaat bis hin zu den Anfängen der demokratischen Zivilgesellschaft durch die Geschichte.
Das Erbe des legendären sumerischen Königs Gilgamesch, der in einem der ältesten literarischen Dokumente der Menschheit besungen wird, umfasst nicht nur die bis ins 21. Jahrhundert fortwirkenden Zivilisationsleistungen des alten Mesopotamiens, sondern auch die patriarchalen Dogmen religiöser oder weltlicher Prägung, von denen bis heute die Klassengesellschaften und eskalierenden Konflikte der Region und der Welt geprägt werden.
Der Autor setzt mit seinem zweibändigen Werk der scheinbar unausweichlichen Polarisierung zwischen neoliberaler Globalisierung und rückwärts gewandten Ideologien die Perspektive einer grenzübergreifenden kulturellen Renaissance des Mittleren Ostens entgegen. Als Alternative zum offen proklamierten »Kampf der Kulturen« entwickelt Öcalan die Vision einer Synthese der Zivilisationen, die von der Basis der Völker und
Gesellschaften her wachsen muss.
Abdullah Öcalan war Gründer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Seit
seiner geheimdienstlichen Entführung aus Kenia im Februar 1999 ist er politischer Gefangener auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali und seit 2002 amtierender Vorsitzender des Kongresses für Freiheit und Demokratie Kurdistans (KADEK).
Abdullah Öcalan Gilgameschs Erben (I) (Buch - Vorwort von Ekkehard Sauermann, aus dem Türkischen von Oliver Kontny, 480 Seiten,br.)
Art.Nr.: ZZZ-00009
